Belastungsprüfungen an Gasleitungen:

So geht’s einfach zum präzisen Messergebnis

Wird eine Gasleitung neu installiert, muss sie laut DVGW TRGI 2008 mit einer Belastungsprüfung auf die Festigkeit der Verbindungen untersucht werden. Im Anschluss erfolgt die Messung der Dichtheit mit einer Dichtheitsprüfung.

Für die Belastungsprüfung an Gasleitungen wird ein Druck- und Dichtheitsmessgerät benötigt, das eine Mindestauflösung von 0,1 bar aufweist. Sie können für zuverlässige Messungen und präzise Ergebnisse den Dräger P7-TD, Dräger P7-TDX oder Dräger P4000 einsetzen.

Wie wird die Belastungsprüfung an Gasleitungen sicher durchgeführt?

Bei einer Belastungsprüfung erfolgt die Messung an der Leitung ohne Gasgerät und Gasarmatur. Zuerst wird die Gasleitung durch einen geeigneten Verschluss verschlossen. Laut G600 ist zu berücksichtigen: Alle Leitungsöffnungen müssen durch metallene Stopfen, Kappen, Steckscheiben oder Blindflansche verschlossen sein!

Danach wird ein Schlauch an dem Hochdruckanschluss am Druckmessgerät angeschlossen. Um die Gasleitung mit einem Prüfdruck von 1 bar zu beaufschlagen, wird über einen zweiten Schlauch und einen Verteilerblock eine Druckluftpumpe oder ein Kompressor angeschlossen.

Wenn der Prüfdruck erreicht ist, beginnt die volumenunabhängige Stabilisierungsphase von 10 Minuten. Im Anschluss startet automatisch die Belastungsprüfung und das Druckmessgerät zeigt kontinuierlich den aktuellen Druckverlauf übersichtlich im Display an.

Wie erkennt man bei der Belastungsprüfung an Gasleitungen ein positives Prüfergebnis?

Sofern der Enddruck gleich dem Startdruck bleibt, die korrekte Messdauer eingehalten und kein Druckabfall festgestellt wurde, ist das Prüfergebnis positiv.

Im Anschluss an die erfolgreich abgeschlossene Belastungsprüfung wird die Dichtheitsprüfung durchgeführt. Die Messung gehört im SHK-Handwerk und bei Heizungsbauern zum Arbeitsalltag.