Richtlinien und Gesetze

Immer auf der sicheren Seite

Wer täglich höchste Ansprüche erfüllt, wer Verantwortung für Mensch und Material trägt, muss sich nicht nur zu jeder Zeit auf sein Equipment verlassen können, sondern auch die nötigen Richtlinien und Gesetze kennen.

Aber welche Normen und Richtlinien sind einzuhalten und was muss überhaupt gemessen bzw. geprüft werden? Das und mehr haben wir für Sie zusammengestellt.

Konnten wir nicht alle Fragen beantworten?

Dann helfen wir Ihnen gerne per Telefon oder über das Kontaktformular weiter.

Dräger MSI GmbH

Rohrstr. 32
D-58093 Hagen

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Fragen zu Gas- und Wasserleitungsprüfungen


Kaum eine Branche hat so hohe Sicherheitsstandards wie der Gasbereich. Die Vorschriften und Richtlinien z.B. des DVGW (Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfachs) sind entsprechend streng und erfordern regelmäßige Kontrollen. Bei Trinkwasserinstallationen müssen Dichtheit und Hygiene gewährleistet sein.

TRGI G600

TRGI steht für die “Technische Regel für Gasinstallation” und ist für die Gasinstallation in Gebäuden das wichtigste Arbeitsblatt. Sie beinhaltet Regeln für die Planung, Erstellung, Änderung und den Betrieb von Gasinstallationen mit einem Betriebsdruck bis 1 bar in Gebäuden und auf Grundstücken. Wesentliche Inhalte für die Messtechnik aus Kapitel V und Abschnitt 13 sind drei unterschiedliche Prüfungen (Leitungen bis 100 mbar Betriebsdruck):

  • Belastungsprüfung (Vorprüfung)
  • Dichtheitsprüfung (Hauptprüfung)
  • Gebrauchsfähigkeitsprüfung (Leckmengenmessung)

Eine Gebrauchsfähigkeitsprüfung alle 12 Jahre für in Betrieb befindliche Leitungsanlagen mit Betriebsdrücken bis 100 mbar ist vorgeschrieben. Zudem sollte jährlich eine Sichtkontrolle bei der auf Putz verlegten Leitungsanlage durchgeführt werden.

TRF

TRF steht für “Technische Regeln Flüssiggas” und sind Regeln und Anforderungen an das Inverkehrbringen, Errichten und Betreiben von Flüssiggasanlagen aus den geltenden Vorschriften und Normen. So legt die TRF eine Druckprüfung und eine Dichtheitsprüfung fest, die unmittelbar vor der Inbetriebnahme durchgeführt werden müssen. Zudem wird eine wiederkehrende Dichtheitsprüfung für in Betrieb befindliche Leitungen vorgeschrieben.

DIN 806-4

Die DIN 806-4 ist eine europäische Norm, die die Prüfung von Trinkwasserinstallationen regelt. Sie beinhaltet Empfehlungen und Anforderungen an die Installation von Trinkwasseranlagen innerhalb von Gebäuden und an die Installation von Rohrleitungen außerhalb von Gebäuden. Sie ist auf Neuinstallationen, Umbau und Reparaturen anwendbar.

ZVSHK-Merkblatt

Das ZVSHK-Merblatt richtet sich an die Dichtheitsprüfung von Trinkwasserinstallationen mit Druckluft, Inertgas oder Wasser. Je nach Werkstoff waren drei Varianten für die Dichtheitsprüfung mit Wasser vorgesehen. Das modifizierte Verfahren ist nun für alle Werkstoffe und Kombinationen von Werkstoffen anwendbar. So ist für die Dichtheitsprüfung mit Wasser das Prüfverfahren B nach DIN EN 806-4 maßgeblich. Zudem verlängert sich nach dem aktuellen Merkblatt die Prüfzeit, um auch kleinste Leckagen bei der Dichtheitsprüfung zu erkennen. Weiterhin ist die Dauer für das Prüfverfahren mit Druckluft oder inerten Gasen ausgeweitet.

DIN EN 1610

Die DIN EN 1610 ist die Grundnorm für die Verlegung und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen. Bei der Prüfung von Abwasserleitungen mit Luft, ist die Prüfdauer abhängig von Prüfverfahren, Werkstoff und Rohrdurchmesser.

DVGW G 459/I

Das Arbeitsblatt G 459/I bezieht sich auf die Planung und Errichtung von Hausanschlüssen für die Gasversorgung bis 4 bar Betriebsdruck. Die Druckprüfung ist vor der Inbetriebnahme entsprechend dem DVGW-Arbeitsblatt G 469 durchzuführen.

Die Druckprüfung Hausanschlussleitung können Sie mit dem Dräger P7-TS durchführen.

Fragen zur Abgasmessung


Bei dem Verbrennungsprozess entstehen Schadstoffe. Viele Luftinhaltsstoffe sind oberhalb bestimmter Konzentrationen schädlich für Mensch und Tier, sie greifen aber auch Pflanzen, Gewässer, Böden sowie Bauwerke und Materialien an. So kann bei unvollständiger Verbrennung Kohlenmonoxid (CO) entstehen, das in höheren Konzentrationen als Atemgift wirkt.

Die 1. BImSchV und die KÜO legen fest, welche Schadstoffkonzentrationen und Abgasverluste bei der Abgasanalyse zulässig sind.

Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV)

Die 1. BImSchV ist die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen vom 26. Januar 2010.
Mit dieser Verordnung soll u.a. ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung der Feinstaubemission aus Kleinfeuerungsanlagen erreicht werden. So regelt sie den zulässigen Schadstoffausstoß und Abgasverlust für kleine und mittlere Feuerungsanlagen. Feuerungsanlagen dürfen demnach bestimmte Emissionsgrenzwerte nicht überschreiten und müssen die Vorgaben für den feuerungstechnischen Wirkungsgrad einhalten.
Zur Messung gem. den Vorgaben der 1. BImSchV an Feuerungsanlagen bieten wir Ihnen folgende Produkte:

KÜO (Kehr- und Überprüfungsordnung)

KÜO steht für die Kehr- und Überprüfungsordnung und dient dem Brandschutz und der Sicherheit von Betreibern von Feuerungsanlagen. Sie enthält Definitionen über die Art der zu prüfenden Anlagen, Zeiträume und Grenzwerte, die bei der Überprüfung einzuhalten sind.